Vorgehensweise, Ergebnisse und laufende Projekte des Bunten Cafés Niederkassel

Die Treffen des Bunten Cafés finden zur Zeit immer am dritten Donnerstag im Monat von 18:00 bis ca. 21:00 Uhr statt.
Die nächsten Termine sind: 19. Februar, 19. März und 16. April.

Der Ort wechselt von Monat zu Monat. Es gibt einen festen Kern (Orgateam), Teilnehmer:innen die reglmässig kommen und immer wieder auch sporadische Gäste.
2025 haben wir zehn Bunte Cafés durchgeführt.

Zur Idee und zur Vorgehensweise:
Die erste halbe Stunden ist Ankomm- und Orientierungsphase. Im Idealfall werden neue Gäste über laufende Projekte informiert und auf die Vorgehensweise vorbereitet. Ausserdem kann sich jede, jeder am Büfett bedienen, Bekannte begrüßen, neue Menschen kennenlernen.
Arbeitsweise ist so, dass nach der Orientierungsphase und der offiziellen Begrüßung bereits vorhandene Ideen vorgestellt werden. In einem kurzen Brainstorming kann dann jede, jeder für sich ihr / sein eigenes Anliegen formulieren und vorstellen. An nicht abgeschlossenen oder neuen Anliegen kann dann jede, jeder mit anderen zusammen an dem Abend weiter planen. Zusätzlich gibt es immer eine themenfreie Gruppe ‚Let’s talk‘.
Vorbild sind „Demokratie Cafés“, die bundesweit in verschiedenen Städten angeboten werden. Das Konzept des ‚Demokratie-Cafés‘ ist eines der Ergebnisse eines wissenschaftlich Forschungsprojekts zur Zukunft der Demokratie, an dem sich acht bayerischen Hochschulen beteiligt haben. Finanziert wurden die Forschungen vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.
Mehr dazu hier.
Und hier der Leitfaden für Demokratiecafés zum Download.

Ergebnisse des Bunten Cafés Niederkassel

  • Zehn Treffen im Jahr 2025 an wechselnden Orten durchgeführt.
  • Miteinander braucht Begegnung. Treffen zum interkulturellen Austausch. Wird fortgesetzt.
  • Einen Kugelahorn am Mondorfer Spielplatz gepflanzt.
  • Konzept für die Nachnutzung der Laurentiusschule in Mondorf erstellt und bei der Stadt eingereicht.
  • Führung durch die Lülsdorfer Moschee
  • Besuch der Villa Much, um die Strukturen und die Arbeitsweise eines Begegnungsortes kennenzulernen (ein Kooperationsprojekt zwischen einem ehrenamtlichen Verein und der Stadt Much). 
  • Putzen der Stolpersteine in Niederkassel und Erinnerungs-Veranstaltung an der ehemaligen Mondorfer Synagoge.
  • Halbtägiger Workshop „Politik vor Ort verstehen“
  • Spaziergang am Rhein mit Beschäftigung mit Symbolen im öffentlichen Raum.
  • Einen Schnibbelabend mit gemeinsamen kochen und essen.
  • Ein interreligiöser Gesprächskreis, der unter dem Dach von InterKultur angeboten wird.

In Arbeit sind u.a.:

  • Ein Filmabend
  • Ein monatlicher Spieletreff für Jung und Alt
  • Aufbereiten und Auswertung der Fotos mit „Symbolen im öffentlichen Raum“ beim Spaziergang am Rhein
  • Einführung von Carsharing in Niederkassel
  • Angebote im Rahmen von „Politik vor Ort verstehen“
  • Die Entwicklung eines Begegnungsortes als Nachnutzung der Laurentiusschule in Mondorf.
  • Am 9. September 2026 (oder in zeitlicher Nähe) Wiederholung der Aktion „Stolpersteine putzen“ und Gedenken bei der ehemaligen Synagoge in Mondorf.
  • Führung durch eine jüdische Synagoge

Die Themenliste ist offen und kann je nach Energie und Ressourcen der Teilnehmenden ergänzt oder reduziert werden.

Was haben diese Themen mit Demokratie zu tun?

Wer sich selbst als wirksam erfährt, engagiert sich eher, übernimmt Verantwortung und trägt zum Zusammenhalt bei.

Die Erfahrung von Selbstwirksamkeit ist essenziell, um eine aktive, lebendige Demokratie zu erhalten und zu stärken.

Ein geringes Gefühl politischer Wirksamkeit kann dagegen zu Rückzug, Unzufriedenheit und Offenheit für antidemokratische Ansichten führen.

Offene Fragestellungen:

  • Wollen wir an der Idee, die Orte immer zu wechseln, festhalten oder wollen wir uns auf einen Ort festlegen?
  • Wie bekommen wir es hin, dass Projekte auch zwischen den monatlichen Treffen weiter entwickelt werden?
  • Wie erreichen wir neue Teilnehmer:innen?